Antica Vigna

Montalbera

Terra del Ruché


 

Das Weingut Azienda Agricola Montalbera wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Castagnole Monferrato gegründet. Seit Mitte der 1980er Jahre begann die Familie Enrico Morando mit der Suche nach neuen, qualitativ herausragenden Flächen mit dem Ziel, die heimische Rebsorte Ruché aufzuwerten.

Heute verfügt das Weingut Montalbera – Terra del Ruché – über zwei Betriebe unter der Leitung von Franco Morando: einer liegt in Castagnole Monferrato und besteht aus einem 103 ha großen, zusammenhängenden Grundstück. Hierauf werden 55 ha für den Anbau der Rebsorte Ruché verwendet. Damit darf behauptet werden, dass 55 % des weltweiten Ruchéanbaus auf dem Grundstück in Monferrato stattfinden. Der zweite Betrieb liegt in Castiglione Tinella, im Ortsteil San Carlo, und besteht aus einem 10 ha großen Weinberg, auf dem man sich um den Moscato d’Asti kümmert. Für die Pflege der Reben und des Traubenmaterials, das ausschließlich von eigenen Weinbergen stammt, sind die Önologen Lino Lanfrancone, Andrea Paglietti und Luca Caramellino verantwortlich.

Die Rebsorte Ruché – Die andere Seite des Piemont
Im Jahr 2001 entstand die DOC Ruché di Castagnole Monferrato, die 2010 zur LACCENTO 1 bott. alcantaraDOCG aufstieg. Den Namensursprung umranken zahlreiche Legenden. Eine besagt, dass er aus „San Rocco“ stamme, einer diesem Heiligen ergebenen Mönchsgemeinschaft, die den Anbau in der Gegend eingeführt haben soll. Andere wiederum führen den Namen auf den Begriff „Roncet“ zurück, eine ansteckende Rebkrankheit, die in der Vergangenheit die Weinstöcke des Gebiets angriff und der gegenüber sich der Ruché als besonders resistent und robust erwies. Eine weitere These lässt vermuten, der Name stamme vom piemontesischen Begriff „Roche“ ab, der die im Gebiet von Monferrato angebauten Rebstöcke bezeichnet. Neuere Studien haben ergeben, dass der Ruché aus antiken Weinbergen aus dem Obersavoyen stammt. Diese Version ist die bis jetzt die glaubwürdigste, aber das Geheimnis des Ruché bleibt vorerst ungelöst.

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Faszination und Mysterium dieses Weins sind real, seine Ursprünge den meisten unbekannt, sein besonderer und einzigartiger Geschmack unterscheiden ihn deutlich von allen anderen piemontesischen Rebsorten und machen ihn zu einer echten Perle des Weinbaus in dieser Region, die von vielen als die andere Seite des Piemonts bezeichnet wird.

Das sagt Franco Morando über den Ruché:
 „Wir waren bereits fest von dem großen Potenzial der heimischen Rebe Ruché überzeugt, als andere noch nicht einmal etwas von ihrer Existenz wussten. Unser vorrangiges Ziel war es, ein innovatives Produkt zu schaffen, das jedoch tief mit der lokalen Tradition und dem typischen Charakter des Ruché verbunden sein sollte. Dank einer sorgfältigen Auslese im Weinberg und moderner Technologie ist es uns gelungen, dieser einheimischen Rebsorte die bestmöglichen Wein-/Fruchtqualitäten zu entlocken. Ein Wein, der sich leicht trinken lässt und gleichzeitig eine äußerst komplexe Struktur aufweist. Am besten trifft wohl die Beschreibung „charaktervoller Wein“ zu. Der große Unterschied zu allen anderen piemontesischen Weinen besteht aus den schmeichelnden Rosen- und Veilchennoten, ebenso wie fruchtigen Aprikosennoten. Am Gaumen seidig und weich, kann dieser Wein zu verschiedensten Anlässen und Gerichten genossen werden und ist daher bei vielen Kennern äußerst beliebt.“